Der Unterschied zwischen Motivation und Inspiration

11.08.2016 17:49

In unserem Alltagsgebrauch scheinen beide Wörter gegenseitig auswechselbar zu sein, entsprechend unüberlegt verwenden wir diese daher häufig. Bei genauerer Betrachtung kann man jedoch grundlegende Unterscheidungsmerkmale entdecken.

Motivation kommt von außen

Der Begriff Motivation ist im Allgemeinen positiv besetzt und wird in nahezu allen Lebensbereichen eingesetzt. Motivation ist dabei nichts anderes, als der Versuch ein erwünschtes Verhalten in sich selbst oder bei einem anderen Menschen auszulösen. Durch Druck versuchen wir uns selbst zu etwas zu motivieren, das uns nicht wirklich berührt, oder andere zu etwas zu pushen, an dem zuallererst wir selbst interessiert sind.

Beispiel: Wir möchten einen schön geformten Körper (Motiv), darum treiben wir Sport. Sehr leicht verlieren wir dieses Motiv aus den Augen, sobald das Wetter nicht so schön ist, wir einfach müde sind, … Um uns trotzdem motivieren zu können, halten wir uns unser Ziel immer wieder vor Augen und versuchen uns damit zu pushen – das ist mitunter ziemlich mühsam und nicht immer erfolgreich.

Inspiration kommt von innen

Wir sprechen davon, dass uns etwas inspiriert hat, oder dass wir in einer Ausstellung Inspiration suchen… Doch das kann eigentlich nicht funktionieren, denn Inspiration ist im Gegensatz zur Motivation eine innere Kraft, die Leidenschaft für etwas weckt und dadurch eine nachhaltige Wirkung erzeugt. Wenn wir diese innere Ressource entdeckt haben, dann müssen wir uns nicht mehr zu etwas pushen, sondern erfahren quasi eine Sogwirkung, ein unbedingtes Wollen, weil wir dadurch Zufriedenheit und Befriedigung erfahren.

Beispiel: Es gibt immer wieder Menschen die gut bezahlte Jobs verlassen, in denen sie motiviert wurden, um in geringer bezahlten Positionen zu arbeiten, in denen sie inspiriert sind.

Wie werde ich inspiriert?

Inspiration entsteht dann, wenn wir etwas tun, das unseren persönlichen Werten entspricht, unsere ureigenen Bedürfnisse befriedigt. Die meisten Menschen wissen jedoch genau darüber nicht Bescheid. Der erste Schritt in Richtung Inspiration beginnt daher mit einer aktiven Auseinandersetzung mit sich selbst, einem Bewusstmachen der persönlichen Vorlieben, Bedürfnisse und Wünsche. Mit diesem Wissen im Gepäck ist es möglich das eigene Leben inspirierend zu gestalten, sprich Aufgaben und Tätigkeiten zu finden, denen man mit Leidenschaft nachgeht. Dabei ist es nötig immer wieder einmal innen zu halten und zu reflektieren. Dies bedeutet nicht, dass Sie sich ständig neu erfinden sollen. Nein, ganz im Gegenteil. Doch immer dann, wenn Sie sich in Ihrer Haut nicht mehr wohl fühlen, Ihr Leben nicht genießen können, oder nur mehr „funktionieren“, ist es Zeit zu reflektieren und sich neu auszurichten.

Kontinuierliche Neuausrichtung

Neuausrichtung bedeutet in sich hineinzuhören und wahrzunehmen, was man selbst wirklich will! Auszusteigen aus dem Getriebe der Routine, losgelöst von den vermeintlichen Verpflichtungen und Erwartungen anderer. Die zu beantwortende Frage lautet: Wo stehe ich? Wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse und Visionen nicht aus den Augen zu verlieren.

Wenn Sie Ihre eigenen Vorstellungen wieder entdeckt haben, dann malen Sie sich diese Bilder in den buntesten Farben aus. Baden Sie in den Gefühlen, die dabei entstehen und genießen Sie dieses Gefühl von Zufriedenheit.

Das tut gut, oder!? :)

Falls nicht: Graben Sie noch etwas tiefer. Ihre wirklichen Bedürfnisse scheinen noch nicht gefunden zu sein!

Anders sein, gegen den Strom schwimmen und Trends setzen: So kommt man weiter!
Vertrauen Sie der eigenen Inspiration und improvisieren Sie auch mal. Frei nach dem Credo „Herz statt Hirn!“

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